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PRANAYAMA


"Ein wenig Pranayama genügt schon, z.B. den Atem beobachten: Damit wird der Geist von anderen Tätigkeiten abgezogen und auf die Beobachtung des Atems festgelegt. Das bringt den Atem unter Kontrolle und damit auch den Geist."

Ramana Maharshi

Prana ist die Lebensenergie. Möglich, dass einigen der Begriff "Qi" bekannter ist.

Qi ist prägend für die asiatische Lebens- und Denkweise. Ebenso verhält es sich mit Prana im Hinduismus.

In China ist Qigong ein Übungs- und Meditationskonzept, in Indien Yoga. :)

Im Qigong kontrolliert man Qi, im Yoga Prana.

Die alten asiatischen Meister können ja nicht ganz falsch gelegen habe, also lass uns Pranayama mal genauer betrachten.

Pranayama bedeutet übersetzt die Kontrolle (Ayama) des Atems oder Lebensenergie (Prana).

Die reine Übersetzung des Wortet erklärt jedoch in keinster Weise den Effekt dieses Übungssystems.

Grundgedanke ist, durch die Konzentration auf die Atmung und verschiedenste Atemtechniken, die Prozesse des Bewusstseins zu steuern. Der Effekt ist also ähnlich wie bei Meditation oder Entspannung.

Die Techniker haben also das Ziel, unbewusste und oft falsche Atemmuster zu ersetzen und somit rascher zu Ruhe und Gelassenheit zu kommen. Idealerweise wird das Atemmuster so umgelernt, dass man immer einen entspannten Atem hat.

Für die Skeptiker unter uns: auch die Wissenschaft hat sich mit Pranayama beschäftigt und konnte bestätigen, dass Atemübungen das Atemvolumen vergrößert, den Sauerstoffbedarf verringert, der Puls und Blutdruck senkt, eine gesteigerte Aktivität im Parasympathikus nachzuweisen ist, mehr Energie und Wachheit da ist, Positive Effekte bei Stress, Angststörungen oder auch bei Lungenproblemen nachweisbar sind,.....

Die Atmung ist an unsere Emotionen geknüpft. Angst und Stress z.B. lässt unseren Atem flacher werden, Erschrecken führt zu Luft anhalten.

Die Kontrolle des Atems ist somit immer auch eine Kontrolle der Emotionen.

Man unterscheidet

- Bauchatmung (Primäratmung) = ideal

- Brustatmung (Sekundäratmung) = verbreitetste Atmung

- Schlüsselbeinatmung (Tertiäratmung) = kaum genutzt

Bereits die Konzentration auf den Atem lässt uns sensibler auf die Vorgänge in uns hören.

Pranayama ist somit wohl die älteste Atemtherapie (Upanishaden ca. 700- 200 v. Chr.).

Begonnen wird vorerst immer mit dem Erspüren der eigenen Atmung.

Es gibt verschiedenste Pranayama- Übungen.

Ein paar davon möchte ich dir hier aufzählen:

  • Anuloma Viloma- auch bekannt unter Wechselatmung oder Nadi Shodhana (Nadi-Reinigung)

  • Kapalabhati- Feueratem oder "leuchtender Schädel". Eine Reinigungstechnik

  • Bhastrika- Blasebalgatmung. Eine fortgeschrittene Technik

  • Bhramari- Bienensummen

  • Ujjayi - ozeanischer Atem (wird oft bei Vinyasa Yoga angewendet)

Du willst Pranayama in DEIN Yoga integrieren?